Neue Musik

In keiner anderen Kunst sind wir so rückwärtsgewandt wie in der klassischen Musik. Die Berührungsängste lassen interessanterweise schlagartig nach, sobald wir uns mit Neuer Musik eingehender beschäftigen.

Im Schulmusikstudium in Bremen entdeckte ich Komponist:innen wie S. Gubaidulina, S. Ernst, witzige Lieder E. Saties. Prof. Maria Kowollik (Hochschule für Musik Bremen), bei der ich um ein Haar studiert hätte, gab Einführungen in die gewissenhafte Erarbeitung Neuer Musik (zusammen mit Ernst Huber-Contwig) am Beispiel von Liedern A. Reimanns, J. Cages und A. Weberns. An der hannoverschen Musikhochschule war Prof. Norma Enns die Koryphäe für neue Vokalmusik. Die direkte Zusammenarbeit mit Komponist:innen eröffnet Horizonte, die der Interpretin/dem Interpreten älterer Musik verborgen bleiben müssen.

Spannend war die Mitwirkung bei K. Stockhausens „Sternklang“ (zusammen mit der Birmingham Contemporary Music Group; Nordic Voices; Das Neue Ensemble; Stephan Meier) 2020 im Berggarten Hannover und 2022 im Schlosspark Brühl beim Festival ACHT BRÜCKEN/ Musik für Köln) mit Spezialist:innen heutiger Musik.

Den letzten meiner Liederabend-Serie (siehe LIED) widmete ich vorwiegend Gesang-Solo-Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts: „Ernste Stunde – Miniaturen und Lieder“ Gesang allein/ Gesang und Klavier (2022). Darin stellte ich Literatur von S. Gubaidulina, A. Reimann, J. Cage, P. Medyulyanova, K. Stockhausen und A. Berg vor.

Audio

A. Webern: Eingang, op. 4 (Konzert)
G. Odam: Dawn (Probe)